Star Finanz und S-Payment

Star Finanz und S-Payment

Star Finanz und S-Payment schreiben Erfolgsgeschichte
der App „Mobiles Bezahlen“ weiter

Bargeldloses Bezahlen ist weltweit auf dem Vormarsch. So kommt eine Analyse des Beratungsunternehmens PwC zu dem Ergebnis, dass sich die Anzahl bargeldloser Transaktionen von 2020 bis 2025 auf 1,9 Billionen verdoppeln und bis 2030 verdreifachen wird. Auch die Deutschen greifen durch den Boom mobiler Zahlmethoden immer seltener zum Portemonnaie. Stattdessen ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Die Zahlen der App „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen-Finanzgruppe sprechen hier für sich: Im November 2021 zählt die App bereits über 1 Million Nutzer. Seit Januar 2020 gab es mehr als 30 Mio. mobile Zahlungen. Auch das Rating konnte weiter gesteigert werden und liegt bei 4,2 Sternen.

Die App steht seit 2018 Sparkassen-Kunden bundesweit zur Verfügung. Anbieter ist S-Payment, ein Tochterunternehmen der DSV-Gruppe aus Stuttgart. Ursprünglich wurde die App von einem externen Dienstleister entwickelt. Im Jahr 2020 fiel jedoch die Entscheidung, die App noch einmal völlig neu zu denken und aufzusetzen. Zum Beispiel sollte ein Redesign der App stattfinden sowie die User Experience verbessert werden. Dafür wurden die Kompetenzen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe gebündelt und die Star Finanz von S-Payment als Entwickler beauftragt. Startschuss für das Projekt war das erste Quartal 2020. Seitdem arbeiten Star Finanz, S-Payment und der Deutsche Sparkassenverlag Hand in Hand im agilen Modell daran, die App zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Die Star Finanz agiert dabei nicht nur als reiner Produktentwickler, sondern auch als erfahrener Berater für die gesamte App-Reise, von der ersten Recherche bis zum Launch im App Store. „Unsere Kunden beauftragen uns, weil sie die Star Finanz als innovativen Vordenker schätzen. Wir erkennen frühzeitig Entwicklungen im Markt und haben Einsicht in die unterschiedlichen Präferenzen der jeweiligen Zielgruppen. Kunden erwarten deshalb nicht nur maßgeschneiderte Lösungen und Produkte, sondern auch eine umfassende Beratung auf dem Weg dorthin“, sagt Joachim Dikomey, Produkt Manager bei Star Finanz.

Nachdem die individuellen Eckpunkte eines Projektes ausgearbeitet wurden, fungiert der Product Development Life Cycle (siehe Abbildung 1) als Basis für jede agile Produktentwicklung, so auch im Fall von „Mobiles Bezahlen“. Erfolgsentscheidend ist dabei, dass alle Projektbeteiligten, sowohl seitens Star Finanz als auch von Kundenseite, eng in einem Team zusammenarbeiten und ein kontinuierlicher gegenseitiger Austausch stattfindet.

Abb. 1 Product Development Life Cycle

Abb. 1 Product Development Life Cycle

In der Analyse- und Planungsphase geht es zum Beispiel darum, gemeinsam Datenmaterial zusammenzutragen, Analysen und Research zum Nutzungsverhalten und Bedürfnissen der Zielgruppe durchzuführen und die Business Needs einer Software herauszuarbeiten. Hierfür werden unter anderem Workshops durchgeführt, beispielsweise um User Stories zu entwickeln oder um mit den Product Owners eine Bestandsaufnahme durchzuführen, welche Funktionen in der bestehenden App bereits vorhanden sind, welche neu hinzukommen sollen oder was aus UX-/UISicht - (User Experience/User Interface) verbessert werden muss. Um die Zielgruppe besser kennenzulernen, wurden zudem verschiedene Research-Methoden angewendet, wie Usability- und User Testing, Interviews und Online-Umfragen zum Nutzerverhalten beim Mobilen Bezahlen.

Im Folgenden wurde die App auf Sprint-Basis, das heißt in kurzen, iterativen Schritten, entwickelt. „Nach Abschluss eines Sprints führen wir immer ein Review mit allen beteiligten Stakeholdern durch und diskutieren das Ergebnis. Mit diesen Learnings starten wir dann in die nächste Phase. Ebenso lassen wir die gewonnen Erkenntnisse und Ergebnisse aus Nutzertests, Umfragen etc. direkt wieder in die Konzeption einfließen und entwickeln so ein nutzerzentriertes Produkt.

Damit kommen wir der Lösung gemeinsam Stück für Stück näher und können kontinuierlich nachjustieren und verbessern“, sagt Doreen Glismann, Senior UX Designerin bei Star Finanz. Eine unvorhergesehene Herausforderung stellte sich im Juni 2020 mit der Phase der Verprobung ein: Die ersten Features sollten direkt an Usern verprobt werden, um zu sehen, wie die Zielgruppe mit dem Produkt agiert und wichtige Erkenntnisse für die Neukonzeptionen zu gewinnen. Doch aufgrund der Covid-19-Beschränkungen konnte das hauseigene Uselab der Star Finanz nicht genutzt werden. Die Tests mussten stattdessen remote durchgeführt werden. „Das erforderte einiges an Vorarbeit. Wir mussten zum Beispiel überlegen, welche Tools sich am besten für ein Remote-Format eignen, die technische Machbarkeit prüfen und im Vorfeld ein paar Testläufe durchführen. Wir haben diese Herausforderung intern gelöst und konnten die Tests auf alternativem Weg jedoch in gewohntem Umfang durchführen“, sagt Glismann. „Alles in allem haben wir es geschafft, den normalen Iterationsprozess seitens UX trotz Pandemie zu gewährleisten, ohne auf etwas verzichten oder Abstriche machen zu müssen.“

Neben Flexibilität und Innovationskraft, leistet der Einsatz unterschiedlicher digitaler Tools wie zum Beispiel Miro-Boards, Scrum Poker, Figma oder ProtoPie einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Team-Zusammenarbeit. Besonders das Prototyping Tool Figma hat sich bewährt, denn es erlaubt, die App in ihrer Gesamtheit und somit alle Screens auf mehreren Boards darzustellen, die jederzeit im Zugriff des Teams stehen. Dies ist die Grundlage für alle Diskussionen, denn jeder hat so eine Vorstellung davon, wie die App am Ende aussehen wird. Ein weiterer Vorteil: Durch die Abbildung des App Flow im Tool hat man frühzeitig eine klare Vision von der Lösung, ohne vorher aufwendig programmieren zu müssen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Zudem können kleinere Features schnell als Prototyp gebaut werden, die das Team selbst auf dem Smartphone ausprobieren kann, um ein Gefühl für die Funktionalität zu erhalten.

Mit dieser Arbeitsweise wird die App kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Die Arbeit an „Mobiles Bezahlen“ ist kein Projekt mit einem festen Start- und Endzeitpunkt, sondern ein fortlaufender Prozess, in dem die App nach und nach um verschiedene Features angereichert und zu einer vielfältigen digitalen Geldbörse entwickelt wird. Schließlich sind inzwischen pro Jahr drei bis vier größere Releases möglich.

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